Fit für die eigene Wohnung - Geflüchtete werden von Integrationslotsen in ihrer Rolle als Mieter geschult

Foto: Malteser

Mainz. Was ist ein Wohnberechtigungsschein und wo beantrage ich diesen? Wie funktioniert die Mülltrennung in Deutschland? Auf was muss ich bei einem Anschreiben an einen Vermieter achten und warum ist regelmäßiges Lüften so wichtig? Auf alle diese Fragen gab es bei der Mieterqualifizierung des Malteser Hilfsdienst e. V., die aus vier Terminen und unterschiedlichen Modulen bestand, Antworten. Zusammen mit den Teilnehmenden wurden die verschiedenen Themengebiete unter Einhaltung des Hygienekonzepts interaktiv erarbeitet und dabei nebenbei wichtige Vokabeln rund um das Thema Mieten und Wohnen gefestigt.

Vermieter sollen Menschen eine Chance geben

„Es war großartig zu sehen, wie die Teilnehmenden sich eingebracht haben und trotz vieler frustrierender Erlebnisse bei der Wohnungssuche nicht aufgegeben, sondern sich noch motivierter gezeigt haben“, berichtet Alexander Hofsepjan, ehrenamtlicher Integrationslotse und Referent bei der Mieterqualifizierung. Neben den Rechten und Pflichten, die sich aus einem Mietvertrag ergeben, wurde der Fokus vor allem auf die Kommunikation und das erste Treffen mit dem potenziellen Vermieter gesetzt. Anhand von Dialogübungen und einer Bewerbungsmappe mit allen wichtigen Dokumenten wurden die Teilnehmer gut für die zukünftige Wohnungssuche gewappnet. Die Teilnehmenden berichteten auch von ihren Erfahrungen mit Alltagsrassismus. „Geben Sie den Menschen, die Ihnen begegnen, eine Chance!“, wendet sich Safina Merkl, ehrenamtliche Integrationslotsin und Referentin bei der Mieterqualifizierung, mit einer Botschaft an alle Vermieter. Das Projekt wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördert.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Integrationsdienst.


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