Die Malteser wünschen frohe und gesegnete Ostern!

ÜBERRASCHUNG. So könnte man den Ostermorgen sehen. Es ist nicht so, wie erwartet. Drei Frauen sind auf dem Weg zum Grab. Sie wollen tun, was zu tun ist, wozu vorher keine Zeit war. Sie überlegen noch, wie: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? (Mk 16,3). Und dann? Eine Überraschung – es ist anders als gedacht, der Stein schon weg, das Hindernis aus dem Weg geräumt, der Zugang offen, das Grab leer. Oder auch nicht. Denn da ist jemand mit einer Überraschung: Erschreckt nicht! Jesus ist auferstanden; sagt es den anderen, er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat (vgl. Mk 16,6-7).


An Ostern überrascht Gott mit dem Leben, überwindet Gräber und die Grenzen des Vorstellbaren, räumt Barrieren weg und gibt Hoffnungsworte mit auf den Weg, damit das Erschrecken uns nicht gefangen hält. Die Botschaft vom Leben braucht die, die sich auf den Weg machen und davon erzählen. Die Oster-Überraschung will geteilt werden: Das Leben ist stärker als der Tod, Gott hat es gemacht und vollbringt es immer wieder.


Allen überraschend-frohe und gesegnete Ostern. Und vielleicht kann ja der eine oder die andere jemanden österlich überraschen ...

Ignatius Löckemann, Priester im Bistum Mainz, Diözesanseelsorger für die Malteser 


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