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Malteser Mainz

Malteser verabschieden sich mit Sozialdienst aus der HEAE Büdingen

21.06.2018
Auf Wiedersehen und Dankeschön! Am gestrigen Weltflüchtlingstag verabschiedeten sich die Malteser mit einem stimmungsvollen Abend aus der HEAE Büdingen. Fotos: Malteser
Auf Wiedersehen und Dankeschön! Am gestrigen Weltflüchtlingstag verabschiedeten sich die Malteser mit einem stimmungsvollen Abend aus der HEAE Büdingen. Fotos: Malteser
Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, ehem. Präsident des Malteser Hilfsdienstes (1.v.l.), dankte den Maltesern in Büdingen persönlich für ihr außerordentliches Tun. Regionalgeschäftsführer Ulf Reermann (1.v.r.) hat in Büdingen so viel Engagement, Fleiß und Herzblut erlebt. Bildmitte: Betriebsleiter Isidro Perez (2.v.r.) und Hans-Christian Sudek (2.v.l.), Betriebsleiter der ersten Stunde.

Auf Wiedersehen und Dankeschön! Am gestrigen Weltflüchtlingstag verabschiedeten sich die Malteser aus der HEAE Büdingen (Hessische Erstaufnahmeeinrichtung). Zum 30. Juni läuft die Beauftragung durch das Regierungspräsidium Gießen für die soziale Betreuung aus. Weggefährten, Netzwerkpartner und Unterstützer sowie Freunde und viele Büdinger Bürger waren gekommen und erlebten einen stimmungsvollen Abend. Er wurde eingeleitet von den Büdinger Monologen und untermalt mit verschiedenen Darbietungen ehemaliger Bewohner der Einrichtung. Der HEAE-Chor sang „We are the world", begleitet von Freeway Music – ein Gänsehaut-Moment.


31 intensive Monate liegen hinter den Mitarbeitern der Einrichtung. Betriebsleiter Isidro Perez: „Wir haben gemeinsam gehofft, gezittert, gelacht und auch geweint. Wir haben keinen Beruf. Das ist Berufung. Wir haben den Leitgedanken der Malteser gelebt: Hilfe den Bedürftigen und weil Nähe zählt." Er dankte allen Unterstützern, Netzwerkpartnern und insbesondere allen Mitarbeitern und deren Familien.


Der Büdinger Bürgermeister Erich Spamer und Pfarrer Andreas Weik von der evangelischen Kirchengemeinde dankten allen für das Geleistete und ihr großartiges Engagement. Sie brachten ihr tiefes Bedauern über den Weggang der Malteser zum Ausdruck. „Die Malteser in Büdingen haben Zeichen der Hoffnung gesetzt und mit viel Herzblut bearbeitet. Sie waren ein verlässlicher Ansprechpartner und haben für eine gute Kommunikation zwischen allen Beteiligten gesorgt“, betonte Erich Spamer. Andreas Weik stellte die Herzenswärme heraus, mit denen die Malteser alle herzlich willkommen geheißen hatten. „Die Menschenwürde ist unantastbar. Ihr seid den Geflüchteten in Würde begegnet“, zollte der Pfarrer den Mitarbeitern der HEAE seinen Respekt.


Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, vorheriger Präsident des Malteser Hilfsdienstes (1.v.l.), ließ es sich nicht nehmen, den Maltesern in Büdingen persönlich für ihr außerordentliches Tun zu danken. „Ich habe deutschlandweit viele Einrichtungen für Geflüchtete besucht. In keiner habe ich eine solche Fröhlichkeit, gute Stimmung und Struktur erlebt wie in Büdingen“, erinnert er sich. Regionalgeschäftsführer Ulf Reermann (1.v.r.) hat hier so viel Engagement, Fleiß und Herzblut erlebt – und dies trotz der oft ungewissen Situation in Bezug auf die weitere Beschäftigung. „Vielen Dank für Ihre Verbundenheit! Vielen Dank, dass Sie den Maltesern die Treue gehalten haben".


Auch ein ehemaliger Bewohner fühlte sich den Maltesern zu Dank verpflichtet: „Nach allem, was ich erlebt habe; die Malteser haben mein Leben besser gemacht“. Diese Tätigkeit sei das Beste gewesen, was sie jemals in ihrem Leben gemacht habe, resümierte eine Mitarbeiterin am Ende des Abends. Und dieser endete mit einem Film über die schönsten Momente der vergangenen 31 Monate und vielen Umarmungen. Auf Wiedersehen und Dankeschön!

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